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Die v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel in Bielefeld

Bei den v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel in Bielefeld handelt es sich um eine Einrichtung der Diakonie, in deren Rahmen eine Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung, Epilepsie, psychischen Beeinträchtigungen, von alten und kranken Menschen, wohnungslosen Menschen sowie Jugendlichen mit sozialen Problemen stattfindet. Insgesamt werden durch die Stiftungen mehr als 180.000 Menschen betreut und mehr als 16.000 Mitarbeiter beschäftigt. Zentrum und Arbeitsschwerpunkt Bethels befanden sich seit der Gründung Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Bielefeld Gadderbaum, wo immer noch zahlreiche Einrichtungen zu finden sind. In den letzten Jahrzehnten entstanden im Rahmen von Umstrukturierungs- und Dezentralisierungsmaßnahmen zusätzlich Einrichtungen der Stiftungen Bethel in ganz Nordrhein-Westfalen, aber auch in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Bremen.

Der Name der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel geht auf Friedrich von Bodelschwingh den Älteren zurück, der die ursprüngliche Anstalt Ebenezer in Bielefeld Gadderbaum für Menschen mit Epilepsie bis zu seinem Tod 1910 leitete und diese so stark prägte, dass sie nach ihm benannt wurde. Nachfolger als Leiter der Anstalt war sein Sohn, Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere. Der Name Bethel stammt aus dem Hebräischen und bedeutet Haus Gottes, zudem bezeichnet er den biblischen Ort Bet-El in Israel. Der Stadtbezirk Bethel liegt im direkt an die Bielefelder Innenstadt angrenzenden Stadtteil Gadderbaum, wo heute mehr als 8.000 Menschen für die Stiftungen arbeiten. Damit stellen diese den größten Arbeitgeber in Bielefeld dar.

Seit jeher bestimmte das christliche Gebot der Nächstenliebe die Arbeit in Bethel, Friedrich von Bodelschwingh betrachtete jeden Menschen als Geschöpf Gottes und prägte damit das Leitbild der Stiftungen bis heute.

Die v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel bestehen heute aus dem Verbund von vier eigenständigen Stiftungen (Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Stiftung Bethel, Stiftung Nazareth, Stiftung Sarepta), die sich in verschiedene Stiftungsbereiche aufteilen und an unterschiedlichen, überwiegend gemeinnützigen Gesellschaften beteiligt sind. Insgesamt ist Bethel heute an mehr als 200 Standorten in Deutschland zu finden, wobei die wichtigsten Arbeitsfelder nach wie vor die Betreuung und Behandlung Epilepsiekranker, die Behindertenhilfe, die Wohnungslosenhilfe, die Altenhilfe, die Jugendhilfe, die Psychiatrie sowie die Versorgung in Akutkrankenhäusern und Kliniken darstellen. Aber auch die Hospizarbeit, die Suchtkrankenhilfe, Förderschulen und allgemeinbildende Schulen, Werkstätten für behinderte Menschen sowie Ausbildungsstätten und Berufsbildungswerke sind Arbeitsfelder der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel.

Die in Bielefeld ansässigen Betriebe verfügen über ein großes Angebot an Dienstleistungen und sogar über eine eigene Währung, den Bethel Euro. Bei diesem handelt es sich um eine Art Warengutschein, der zusätzlich zum Euro als offizielles Zahlungsmittel genutzt werden kann. Mehr als ein Dutzend Geschäfte akzeptieren den Bethel Euro, von dem Scheine im Wert von etwa einer Million Euro im Umlauf sind. Werden diese in den Geschäften gegen Waren oder Dienstleistungen getauscht, erhalten die Bewohner, Mitarbeiter und Betreute der Stiftungen fünf Prozent Rabatt.

Das so genannte Bethel Jahr ermöglicht jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Stiftungen mitzuarbeiten und tiefere Einblicke zu bekommen. Es handelt sich dabei um eine besondere Form des freiwilligen sozialen Jahres, und neben der Arbeit werden auch fünf Seminarwochen absolviert. Für das Bethel Jahr gibt es eine große Zahl an Stellen in den verschiedenen Wohnheimen, Krankenhäusern, Werkstätten, Schulen und Altenheimen.

*) Preise zzgl. Nebenkosten und Provision. Mehr Infos erhalten Sie auf der Webseite des jeweiligen Objektanbieters.

Die E-Mail-Adresse bitte im richtigen Format eintragen (z.B. max.mustermann@t-online.de).